03 Okt. Demokratietag
Schüler unserer Schule machen sich stark für Demokratie
Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2026 im Rhein-Sieg-Kreis nahmen sechs Schüler unserer Schule am Demokratie-Tag in Siegburg teil und folgten damit der Einladung, sich in verschiedenen Empowerment- und Sensibilisierungsworkshops aktiv mit Demokratie, gesellschaftlichem Zusammenleben und aktuellen Herausforderungen auseinanderzusetzen. Ziel war es, die Schülerinnen und Schüler in ihrer demokratischen Haltung zu stärken, ihre Medienkompetenz zu fördern und sie darin zu unterstützen, sich sowohl im Schulalltag als auch in sozialen Netzwerken aktiv für Demokratie und gegen Diskriminierung einzusetzen.
Unsere Schüler besuchten dabei zwei unterschiedliche Workshopangebote. Im Workshop „Gemeinsam stärker – Schüler*innen organisieren sich gegen Diskriminierung“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie Diskriminierung im Schulalltag wahrgenommen werden kann und welche Möglichkeiten Schülerinnen und Schüler haben, für sich einzustehen und/ oder Betroffene zu unterstützen.
Im Workshop „Hate Speech im Gaming“ ging es dagegen um einen Bereich, der für viele Jugendliche zum Alltag gehört: das Online-Gaming. An verschiedenen Stationen beschäftigten sich die Teilnehmer mit Hassrede und problematischem Verhalten in digitalen Spielwelten.
Die Schüler hoben positiv hervor, dass deutlich wurde, wie unterschiedlich Menschen auf Beleidigungen im Internet reagieren und diese bewerten. Während manche Äußerungen eher mit Humor nahmen, empfanden andere sie als verletzend oder sahen darin ein grundsätzliches Problem des Umgangs miteinander.
Als konkrete Handlungsmöglichkeiten nahmen die Schüler mit, Beleidigungen nicht einfach hinzunehmen, sondern sich zu positionieren und ggf. Unterstützung zu holen. Ebenso wurde thematisiert, wie man reagieren kann, wenn andere betroffen sind. Ein Schüler formulierte es nach dem Workshop so: Wenn jemand in seinem Umfeld beleidigt wird, wolle er sich künftig auf dessen Seite stellen und Unterstützung anbieten.
Auch aus dem Workshop „Gemeinsam stärker – Schüler*innen organisieren sich gegen Diskriminierung“ nahmen die Teilnehmer konkrete Impulse für den Alltag mit. Ein Schüler gab ebenfalls an, dass er künftig bewusster auf sein Umfeld achten und dort, wo es nötig ist, Solidarität zeigen wollte. Gleichzeitig regte der Workshop dazu an, die eigene Sprache stärker zu reflektieren und zu überlegen, ob bestimmte Aussagen von anderen als diskriminierend empfunden werden könnten.
Besonders wichtig war für ihn in dem Zusammenhang die Erkenntnis, dass die Wahrnehmung Betroffener ernst genommen werden muss: Wenn jemand deutlich macht, dass eine bestimmte Bezeichnung oder Äußerung als diskriminierend empfunden wird und verletzend ist, sollte man hinhören und das eigene Verhalten zumindest überprüfen.
Letztlich konnten alle Schüler konkrete Ideen, Erfahrungen und konstruktive Handlungsimpulse mitnehmen, die sicher auch das tägliche Zusammenleben in unserer Schulgemeinschaft bereichern und einen Beitrag hin zu mehr Gemeinschaft und gegen Diskriminierung leisten.